Mich beschäftigt zunehmend, warum wir in der Planung so häufig getrennt betrachten.

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Mich beschäftigt zunehmend, warum wir in der Planung so häufig getrennt betrachten, was längst untrennbar miteinander zusammenhängt.

Der neue Megatrend-Bericht des Copenhagen Institute for Futures Studies (CIFS) greift genau diese Frage auf. Er beschreibt elf langfristige strukturelle Veränderungen, die unsere gesellschaftliche, ökologische, wirtschaftliche und technologische Zukunft prägen.

Interessant ist der methodische Ansatz:
Megatrends sind keine Prognosen.
Ihr Wert liegt darin, langfristige Entwicklungen und ihre Wechselwirkungen zu erkennen, bisherige Annahmen zu hinterfragen und daraus unterschiedliche Zukunftsszenarien abzuleiten.

_ Für die räumlichen Planungsdisziplinen halte ich genau das für eine der zentralen Zukunftsaufgaben.

Wer heute über Klimaanpassung spricht, muss auch über Gesundheit, Bodenpreise und soziale Verdrängung sprechen.
Wer Flächen für die Energiewende plant, muss Biodiversität, Landwirtschaft und Ressourcenkonflikte berücksichtigen.
Und wer sich mit demografischem Wandel beschäftigt, muss zugleich fragen, wie und mit welchen Prioritäten sich öffentliche Infrastruktur unter veränderten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen entwickeln lässt.

_ Diese Zusammenhänge sind bekannt.
Trotzdem bearbeiten wir sie in der Planung häufig innerhalb getrennter Fachgebiete, Zuständigkeiten und Verfahren. Die Schnittstellen werden oft erst sichtbar, wenn Zielkonflikte bereits entstanden sind.

_ Ich bin überzeugt, dass wir uns diese Trennung künftig nicht mehr leisten können!

_ 'Transdisziplinäre Planung' ist für mich deshalb eine grundlegende Voraussetzung, um mit dieser 'Komplexität' und 'Unsicherheit' umzugehen.

Wir müssen unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven, planerische Disziplinen und gesellschaftliche Akteur frühzeitig zusammenbringen. Bereits bei der Frage, welches Problem wir eigentlich lösen wollen, welche Zukunft wir anstreben und auf welcher Grundlage wir Entscheidungen treffen.

Gerade an der Schnittstelle von räumlicher Planung, Geodaten und KI-gestützter Entscheidungsunterstützung sehe ich neue Möglichkeiten, Zusammenhänge besser zu verstehen, Szenarien zu vergleichen und Zielkonflikte offenzulegen. Die Verantwortung für die Bewertung und gesellschaftliche Aushandlung bleibt bei uns.

_ Dafür müssen wir auch unsere Ausbildung, institutionellen Strukturen und Planungsprozesse weiterentwickeln.

Wir haben bereits viel Wissen über die Herausforderungen unserer Zukunft. Was uns häufig fehlt, sind die Strukturen und Arbeitsweisen, um dieses Wissen gemeinsam in tragfähige Entscheidungen zu übersetzen.

_ Der CIFS-Bericht ist für mich ein guter Anlass, genau darüber nachzudenken.

Wie kommen wir von der Erkenntnis der 'Wicket Problems', zu einer Planung, die tatsächlich danach arbeitet?

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