Beim Nachwuchsarchitekt (NAT26) in Karlsruhe entstanden 21 Positionen in 11 Workshops gemeinsam mit rund 300 interdisziplinären Teilnehmenden.
Jetzt müssen Hochschulen, Büros, Kammern und Politik sie umsetzen.
Konkret gefordert wird:
_ Ausbildung: Verbindliche interdisziplinäre Projekte, neue Didaktik und Lernen auf Augenhöhe. Moderation und Prozessgestaltung müssen ins Studium.
_ Digitalisierung: BIM und KI in Lehre, Praxis und Weiterbildung verankern – mit offenen Standards und Datenhoheit.
_ Bauwende und Wohnen: Bestand erhalten, Abrisse nur nach ökologisch-sozialer Prüfung, Weiterbauen vermitteln. Bezahlbares, gemeinschaftliches und wandelbares Wohnen durch Konzeptvergaben, Bodenbevorratung und Leerstandsmonitoring fördern.
_ Instrumente und Beteiligung: Die frühe transdisziplinäre „Leistungsphase A“ anerkennen und vergüten. Teilhabe verständlich und durch alle Projektphasen ermöglichen.
_ Arbeit und Gerechtigkeit: Faire Gehälter, Mentoring, Weiterbildung und Feedbackkultur sichern; Intersektionalität stärken und Machtungleichheit abbauen.
_ Kammern und Demokratie: Berufszugänge erleichtern, Nachwuchs verbindlich einbinden, neue Bündnisse schließen, gesellschaftlich sichtbar werden und demokratische Werte vertreten.
In meinem Workshop „Paradigmenwechsel: Welche Planungshaltung braucht es?“ entstanden zwei Positionen:
1. Planung ist nie theoretisch/technisch neutral:
Weg von starren Routinen und Sachzwängen, hin zu einer offenen Aushandlung von Konflikten und der politischen Dimension von Planung – für Konfliktkompetenz in Ausbildung und Praxis.
2. Entwürfe reichen nicht, wenn starre Planungsinstrumente blockieren:
Über unsere Kernkompetenzen hinaus zur Transdisziplinarität – Mutig an den notwendigen Veränderungen der Rahmenbedingungen mitwirken.
Für mich gehört auch redundante Entwurfsarbeit im Wettbewerbswesen auf den Prüfstand.
Diese Forderungen müssen jetzt wirken: in Hochschulen, Büros, Kammern und Politik.
Positionspapier: https://www.nexture.plus/nat
Danke an alle Beteiligten!
